Die Termine der Veranstaltungreihe:

16. März | 20 Uhr | Vortrag, Konzert, Party
(Spartacus, Friedrich-Engels-Straße 22)
»Antifajugend statt Preußentugend!«
Veranstaltung des „Emanzipatorischen Jugendkollektiv Potsdam“ für die kritische Auseinandersetzung mit dem Preußenhype in Potsdam. Gerade bei der aktuellen Debatte um die Garnisonkirche und dem „Friedrichjahr 2012“ haben es sowohl manche Stadtpolitiker_innen als auch einige Organisationen der „bürgerlichen Mitte“ geschafft, den preußischen Staat als gar friedliebend und tolerant darzustellen. Um dieser Geschichtsverdrehung ein Ende zu bereiten, rufen wir euch auf, gemeinsam mit uns gegen den ganzen Preußenmief eure Stimme zu erheben und den Plänen für den Umbau Potsdams weiterhin ein Dorn im Auge zu sein. 
20 Uhr Videoschnipselvortrag durch die Niederungen der preussischen Geschichte; danach Konzert und Party
mehr Informationen bei EJKP

19. März | 19 Uhr | Vortrag
(Altes Rathaus/Potsdam Museum – Am Alten Markt 9)
»Der Tag von Potsdam. Faschismus in Deutschland«
Hitlers Aufstieg vollzog sich nicht über Nacht, er war ein Prozess. Eine entscheidende Rolle spielte dabei der »Tag von Potsdam« am 21. März 1933. Der Handschlag zwischen Hitler und Hindenburg versinnbildlichte das Bündnis zwischen Nazis und der bürgerlichen Elite. Erst dadurch wurde  der Faschismus in Deutschland möglich. Was aber ist eigentlich Faschismus und wie konnte es soweit kommen? War es eine Verschwörung dunkler Mächte des Kapitals, welche der Hitlerpartei zur Macht verhalf? Oder waren es »Zwangsläufigkeiten«, von denen heute so oft gesprochen wird?
Bernd Langer (Künstler und Schriftsteller)

21. März | 17 Uhr | Kundgebung
(ehemaliger Standort der Garnisonkirche
)
Tag von Potsdam

Kundgebung vor der Garnisonkirche gegen die architektonische und ideologische Renaissance Preußens. Den reaktionären Eliten heute wie damals in die Suppe spucken.

21. März | 21 Uhr | Konzert
(Spartacus, Friedrich-Engels-Straße 22)
AfterShowKonzert
Hardcore-Konzert mit Unrest (Münster), MVD (Berlin) und Avverkad (Berlin)

25. März | 20 Uhr | Lesung
(Freiland Haus II, Friedrich-Engels-Straße 22)
Satirische Lesung mit Tramper und Ebermann
Trampert und Ebermann werden einen Querschnitt aus der Sammlung ihrer satirischen Stücke zum Thema Preußentum und Deutschtum präsentieren die inzwischen zu echten Klassiker avanciert sind. Der Staat Preußen hat zu bestehen aufgehört, aber seine Tugenden auch?
Thomas Ebermann und Rainer Trampert (Publizisten, Satiriker und ehemalige Grünen Bundespolitiker)

04. April | 20 Uhr | Filmvorführung
(Black Fleck, Zeppelinstr. 26)
»Friedrich II. der große Saupreuße« – Directors cut
Der alte Fritz privat und wie ihn bisher niemand kannte – oder – Geschichte von unten. Der Film gibt intime Einblicke in sein privatestes Leben und lässt einen die großen Taten des Alten Fritz mit anderen Augen sehen. Der katholische Filmdienst meint: »…schockierend, erschreckend, anmutig, herzzereissend absolut sehenswert. Nach diesem Film muss die Geschichte neu geschrieben werden!«
Anschließend: Gespräch mit dem Regisseur.
Film von Mike Spike Froidl aka Don Caos (Academy of Art, Munich), D 2005, 70 min.

11. April | 19 Uhr | Buchvorstellung
(Buchladen Sputnik, Charlottenstr. 28)
»Massenstreik und Schießbefehl«
Das Werk geht auf die Streikbewegung im Frühjahr 1919 ein, sowie auf das anschließende Massaker in Berlin durch den »Schießbefehl«von Innenminister Gustav Noske(SPD). Dazu der Historiker O. Jung: »­Noskes Erschießungsbefehl reiht sich so als unwürdiges Glied in eine Kette (prä)faschistischer deutscher Gewaltpolitik ein…« Diese Gewaltpolitik stellt schlichtweg eine deutsche Tradition dar und hat seit Friedrich II. jegliche progressive Bewegung niedergeschlagen.
Dietmar Lange (Historiker)

14. April | 17 Uhr | Kundgebung & Broschürenvorstellung
(Alter Markt)
Nacht von Potsdam
In der Nacht vom 14. auf den 15. April 1945 wurde die Potsdamer Innenstadt durch alliierte Bombenangriffe zerstört. Mit dem unübersehbaren Ende des NS-Staats kam auch das endgültige Ende Preussens. Wir wollen das Datum zum Anlass nehmen die Broschüre des »Fuck off Fritz« Bündnisses zu veröffentlichen. Entstanden ist sie nach dem großen Jubeljahr 2012 zum 300. Geburtstags Friedrich II. Unter Einbeziehung verschiedener Betrachtungsweisen setzt sie sich kritisch mit dem stark verklärten preussischen Geschichtsbild in der BRD auseinander. Präsentieren wollen wir die Broschüre am Alten Markt, einem der symptomatischsten Ort Potsdamer Geschichtsvergessenheit. Zwischen Vertriebenendenkmal und frisch wiederaufgebautem preussischem Machtbau findet nun ein an die deutschen Opfer gedenkender Gottesdienst in der Nikolaikirche statt, an einem Ort an dem am Tag von Potsdam Tausende dem Führer gehuldigt haben. Dem wollen wir mit Livemusik und Sekt zur Feier der Broschürenveröffentlichung und des Endes Preussens etwas entgegensetzen.

25. April | 19 Uhr | Vortrag
(FH Potsdam, Alter Markt 10)
»Adolf Hitler, der unmittelbar allgemeine Deutsche. Über die barbarische Dialektik der Souveränität«
Der Begriff des Nationalsozialismus ist in der Perspektive zu entwickeln, daß Hitler als Erscheinung des allgemeinen Deutschen, als der, der souverän hinter den Staatsapparaten hervortrat und als Person unmittelbar alles, was deutsch ist, verkörperte.
Joachim Bruhn (Publizist und Verleger)